Dog-Sport by Mario Schnee " Global Friends of Schutzhund " - Sitz und Platz -

Sitzübung

Der Hörlaut "Sitz" selbst, wie auch die Geste "Stehen bleiben" des HFs, stellen die bedingten Reizerreger dar. Beim aussprechen des Hörz.s "Sitz" ist zur besseren Differenzierung für den Hd. der Selbstlaut "i" etwas zu betonen.
Als unbedingter Reizerreger folgt der Druck mit der linken Hand auf die Kruppe, verbunden mit einem Leinenruck nach oben (verhindert das Hinlegen des Hundes). Sitzt der Hund, ist er sofort und intensiv zu loben. es ist darauf zu achten, dass der Hund auch sitzen bleibt, wenn der HF sich wieder aufrecht stellt, danach >>>  Abbruch >>> Trieb.
Diese Übung wird mit Hörlaut häufig wiederholt, in Folge kein Druck mehr auf die Kruppe ausgeführt, lediglich ein leichter Ruck an der Leine verstärkt den bedingten Reiz, besonders deutlich, wenn der HF zum Stehen kommt.

Wird diese Übung sicher beherrscht, muss erreicht werden, dass der Hd. auch dann sitzen bleibt, wenn sich der HF entfernt. Zu diesem Zweck gibt er beim entfernen vom Hd. (im Anfangsstadium) nochmals das Hörz. "Sitz". Der HF muss sich zuerst in Leinenlänge entfernen. Der Abstand ist dann schrittweise zu vergrößern.
Besonders das Entfernen vom Hund muss langsam geübt werden, damit dieser nicht die Möglichkeit erhält selbständig aufzustehen oder sich hinzulegen. Bewegt sich der Hund von dem ihm zugewiesenen Platz weg, ist er an genau diesen Platz zurück zu führen und die Übung zu wiederholen, zunächst wird dann mit einer geringeren Entfernung erneut geübt. Geduld ist alles. Nach gelungener Durchführung >>> Abbruch >>> Trieb.

Platzübung

Bedingter Reizerreger sind der Hörlaut "Platz", der kurz und kräftig gesprochen wird!

Unbedingte Reizerreger ist der Zug an der Leine nach vorn - unten bei gleichzeitigen Druck auf den Widerrist. Gleichwohl ist es möglich, bei ausreichend durchhängender Leine, so auf diese mit dem linken Fuß zu treten, dass der Hund gezwungen ist, sich zu legen. Die linke Hand hilf mit Druck auf die Kruppe. Versucht der Hd. aufzustehen, so muss man ihn nach einem erneuten Hörz. "Platz" sofort wieder zu Boden drücken.

An anderer Stelle wurde schon darauf aufmerksam gemacht, dass alle Übungen sauber und exakt einzuarbeiten sind. In besonderem Maße trifft dies auf die Übung "Platz" zu, stellt sie im bildlichen Sinne eine Notbremse dar.

Da die Übung "Platz" von so eminenter Wichtigkeit ist, ist sie mit besonderer, trotzdem angepasster Strenge einzuarbeiten.

Ist das "Platz" angebahnt, kann auf groben Druck langsam verzichtet werden, wenn der Hund sich schnellst möglich nach dem Hörlaut hinlegt. In Folge umgehen wir den liegenden Hund in zunächst engem Radius, der sich zunehmend vergrößert. Will der Hund aufstehen, drücken wir ihn mit der rechten Hand auf den Widerrist, nachdem wir den Hörlaut wiederholten. Mit zunehmender Sicherheit, entfernen wir uns immer weiter vom Hunde weg und vergrößern somit die Distanz langsam.

Während die Übung anfangs nur in angeleintem Zustand durchgeführt wird, arbeitet man später ohne Leine, besonders wenn man sich weiter entfernt und die Platzübung auch aus dem Laufschritt ausführt.

Die Übung "Platz" ist ständig zu üben, um die Qualität der Ausführung zu sichern und zu festigen.